Der Weg zur einfachen Standortkoppelung

Immer mehr Anwender wünschen standortübergreifende Kommunikation. In Verbindung mit den flexiblen Möglichkeiten der ES-Kommunikationssysteme läßt sich eine Anlagenkoppelung zwischen mehreren Standorten schnell und einfach umsetzen.

Sollen z.B. alle Mitarbeiter einer Filiale alle Mitarbeiter einer Zentrale anrufen dürfen, läßt sich dies durch nur drei einfache Programmierschritte realisieren.

Zudem ist die Nutzung für den Anwender nicht komplizierter, als ein normaler Anruf.

Wir benötigen dazu nur:

  • zwei Standorte (Zentrale / Filiale) mit je einem ES-Kommunikationssystem, die sich über ein Netzwerk erreichen können (z.B. VPN)
  • eine einzige SIP Verbindung zwischen den Anlagen mit 'leerem' Standort
  • eine einzige Wahlregel mit Richtungsausscheidungskennziffer

Prinzip: Um einen Benutzer des anderen Standorts ohne Probleme direkt anwählen zu können, wird über die Wahlregel eine Richtungsausscheidungskennziffer eingerichtet. Möchte nun ein Benutzer der Filiale z.B. einen Benutzer '11' der Zentrale erreichen, so ist nur die konfigurierte Richtungsausscheidungskennziffer, gefolgt von der '11' zu wählen. Die Wahlregel arbeitet dann als Weiche und stellt den Ruf über die eingerichtete SIP Verbindung zur anderen Anlage.

Diese Art der Standortkoppelung ermöglicht:

  • unkomplizierte Einrichtung
  • jeder Benutzer des 2. Standortes kann jeden Benutzer des 1. Standortes erreichen
  • einfache Nutzung durch Anwender
  • identisch in der Nutzung; egal welches Endgerät
  • direkte Anwahl der Benutzer am anderen Standort
  • Rückfrage zum anderen Standort
  • Durchstellen (Übergabe) eines Gesprächs

Konfigurationsschritte auf Seiten der Filiale:

Anlegen der SIP Verbindung zwischen Filiale (Unteranlage) und Zentrale (Oberanlage):
Es gilt hierbei:

  • Benutzer/Passwort = festgelegte Anmeldedaten des internen SIP Geräts der 'Zentrale'
  • Registrar = IP-Adresse der anderen ES-Anlage (VPN!)
  • Standort = zuvor neuen, leeren Standort anlegen
  • Rufnummer = interne Rufnummer vom Benutzer des in der 'Zentrale' zugewiesenen SIP Geräts (im Beispiel '633')

Anlegen der Wahlregel
Es gilt hierbei:

  • Richtungsausscheidungskennziffer (z.B. '99'); mit angeführtem Dollarzeichen (1.)
  • Rufnummer der zuvor eingerichteten SIP-Verbindung zur anderen Anlage. Im Beispiel die '633'. (2.)
  • Präfix 'r#'. Das 'r' führt zum Löschen der '99' und wird durch '#' zur anschliessenden Internwahl ersetzt (3.)

Zuweisen der Wahlregel:

Jeder Benutzer, der diese einfache Anwahlmöglichkeit über die Richtungsauscheidungskennziffer nutzen darf, muss nun diese neue Wahlregel auch als aktive Wahlregel zugewiesen bekommen.

Konfigurationsschritte auf Seiten der Zentrale:

Filiale als Benutzer erlauben.
Die vorher von der Filiale angestossene SIP Anmeldung an der Zentrale ist anschliessend dort noch als internes SIP Gerät zu konfigurieren und anschließend zusätzlich noch einem Benutzer mit der zuvor ausgesuchten Rufnummer (im Beispiel 633) zuzuweisen.

Fertig!

Nach Einrichtung ist nun jede interne Rufnummer der Zentrale von der Filiale aus über Wahl der konfigurierten Richtungsausscheidungskennziffer, gefolgt von der Benutzernummer anzuwählen. Es müssen keine weiteren Verbindungen konfiguriert werden!

Anhand der Benutzernummer des SIP Gerätes der Zentrale (im Beispiel die 633) erfolgt zudem eine eindeutige Identifikation der Filiale, wenn ein Anruf aus der Filiale an der Zentrale eingeht.

Somit sind obige Programmierschritte ausreichend, damit jeder aus der Filiale in der Zentrale anrufen oder ein Gespräch dahin übergeben kann!


Schritt-für-Schritt-Anleitung:
Zum direkten Nachstellen bieten wir Euch eine ausführliche Anleitung zum Download an. Hier zeigen wir alle Schritte genau und geben auch weitere Hinweise z.B. zur genauen Bedienung.